Niemand ist von der Vergebung Christi ausgeschlossen

20. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 28. September 2016, wurde wieder eine Lesung aus dem Lukasevangelium (siehe unten Lk 23,33.39-43) vorgetragen.  Die Worte, die Jesus während seines Leidens ausdrückt, finden ihren Höhepunkt in der Vergebung. Jesus vergibt: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Das sind nicht nur Worte, weil sie zu einem konkreten Akt der Vergebung führen, die dem guten Schächer angeboten wird. Der hl. Lukas berichtet, dass zwei Verbrecher mit Jesus gekreuzigt werden. Sie wenden sich an ihn mit zwei gegensätzlichen Haltungen. Der erste spottet, wie alle anderen das tun, wie die oberen des Volkes. Niemand ist von der Vergebung Christi ausgeschlossen weiterlesen

Katholische Seelsorge erschwert durch Radikalisierung der Muslime

Pater Johannes Kahn SJ aus Kirgistan weilt vom 23. Sept. bis 2. Okt. 2016 in der Schweiz

Bild: Kirche in NotPater Kahn wird Ende September bis Anfang Oktober in Gottesdiensten und Vorträgen über die Projekte von Kirche in Not in Kirgistan und über das Leben in Zentralasien berichten. Das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not lädt immer wieder Geistliche in die Schweiz ein. Diesen Herbst besucht uns der Jesuit Johannes Kahn, ein Nachkomme deportierter Deutscher. Er berichtet, wie die Hilfsgelder von Kirche in Not in Zentralasien eingesetzt werden. Kirche in Not unterstützt Projekte in Zentralasien mit jährlich rund 500’000 Schweizer Franken. Pater Johannes Kahn wird Gottesdienste feiern und Vorträge halten. Katholische Seelsorge erschwert durch Radikalisierung der Muslime weiterlesen

Vergeben und schenken sind für christliches Leben tragende Säulen

19. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 21. September 2016, wurde diesmal eine Lesung aus dem Lukasevangelium (siehe unten Lk 6,36-38) vorgetragen.  Es ist das Motto dieses Heiligen Jahres: „Seid barmherzig wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ Das ist nicht etwa ein Slogan, sondern ein Auftrag für das Leben. Um diesen Satz gut zu verstehen, müssen wir ihn mit der Parallele aus dem Matthäusevangelium gegenüberstellen, wo Jesus sagt:  „Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“ (siehe Mt 5,48) In der sogenannten Bergpredigt, die mit den Seligpreisungen beginnt, lehrt der Herr, dass die Vollständigkeit in der Liebe besteht, die die Erfüllung aller Gesetze ist, Aus dieser Perspektive präzisiert Lukas, dass die Vollkommenheit die barmherzige Liebe ist. Vollkommen sein, heisst also, barmherzig sein. Eine Person, die nicht barmherzig ist, aber vollkommen, perfekt? Nein. Eine Person, die nicht barmherzig ist und gut? Nein. Die Güte, die Vollkommenheit wurzeln in der Barmherzigkeit. Vergeben und schenken sind für christliches Leben tragende Säulen weiterlesen

Bekehrung ist immer Entdeckung der Barmherzigkeit Gottes

18. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 14. September 2016, wurde wieder eine Lesung aus dem Matthäusevangelium (siehe unten Mt 11,28-30) vorgetragen. Während dieses Jubiläums haben wir oft über die Tatsache nachgedacht, dass Jesus sich mit einer einzigartigen Zärtlichkeit ausdrückt: Ein Zeichen der Gegenwart und der Güte Gottes. Heute wollen wir uns mit einem Evangelium befassen, das uns sehr bewegt. Das, was wir gerade gehört haben, als Jesus gesagt hat: „Kommt alle zu mir, alle, die ihr müde seid und euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Die Einladung des Herrn ist überraschend. Er ruft gerade die Personen auf, die einfach sind, die ein schwieriges Leben haben, die dadurch beschwert sind, irgendwie. Und er verspricht ihnen, dass sie in ihm Ruhe und Erleichterung finden werden. Die Einladung, die er ausdrückt, ist im Imperativ ausgedrückt: „Kommt zu mir“, „Nehmt mein Joch“ und „Lernt von mir“. Vielleicht alle Führer der Welt können so etwas sagen. Versuchen wir den Sinn dieser Ausdrucksart zu verstehen. Bekehrung ist immer Entdeckung der Barmherzigkeit Gottes weiterlesen

Seien wir dem barmherzigen Handeln Gottes kein Hindernis

17. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 7. September 2016, wurde wieder eine Lesung aus dem Matthäusevangelium (siehe unten Mt 11,2-6) vorgetragen. Die Intention des Evangelisten ist es, dass wir tiefer in das Geheimnis Jesu eintreten, um seine Güte und seine Barmherzigkeit zu erfassen. Dies ist die Szene: Johannes der Täufer, der im Gefängnis war, sendet seine Jünger zu Jesus, um ihm eine klare Frage zu stellen: „Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf jemand andern warten?“ Er war wirklich in einem Moment der Dunkelheit. Der Täufer hatte mit Sehnsucht den Messias erwartet und in seiner Predigt hat er ihn mit einem starken Anstrich als Richter gemalt,  der letztendlich das Reich Gottes aufbaut, das Volk reinigt, die Guten belohnt und die Bösen bestraft. So hat er auch dann gepredigt: „Schon ist die Axt an die Wurzeln der Bäume gelegt. Jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Jetzt aber hat Jesus seine öffentliche Mission mit einem ganz andern Stil begonnen. Johannes leidet. Er ist in einer doppelten Dunkelheit, in einer Dunkelheit des Gefängnisses, der Zelle, und in einer Dunkelheit des Herzens. Er versteht diesen Stil nicht. Seien wir dem barmherzigen Handeln Gottes kein Hindernis weiterlesen