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Linke Meinungsmacher wollen wohl noch unseren geistigen Tod

Falschheiten zur «600 Jahr Feier» des hl. Bruder Klaus wegen Blocher und Huonder

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Gesicht vom hl. Bruder Klaus

Auf dem Sektenblog von Hugo Stamm wurde am 12. August 2017 anlässlich der 600-Jahr-Feier des hl. Niklaus von Flüe, alias Bruder Klaus, ein irreführender Beitrag veröffentlicht. Linksgerichtete Irrtümer kennen wir schon seit den Anfängen des Kommunismus und würden unter normalen Umständen keine separate Beachtung in einem Portal der Wahrheit und des Glaubens finden, wäre da nicht diese unheimliche Falschheit gegenüber dem hl. Bruder Klaus offenkundig geworden, die viele Menschen weltweit, nicht nur Christen, in ihrem Glauben provozieren. Denn so viel konzentrierte Falschheit habe ich in diesem Zusammenhang mit dem hl. Bruder Klaus noch nie gesehen. Lassen Sie mich die Falschheiten etwas aufklären. Da wäre zunächst der erste Teil des Titels:

Bruder Klaus, auch wenn du etwas kauzig warst – Blocher und Huonder hast du nicht verdient

Gemäss Duden hat «kauzig» viele Bedeutungen. Da weiss man ja gar nicht, welche dieser auf den hl. Bruder Klaus zutreffen soll. Mit anderen Worten, das Wort hat einen riesigen Umfang, aber keinen adäquaten Inhalt, sprich leere Worthülse. Der Begriff könnte also alle umfasssen. Aber dass unser Nationalheiliger «kauzig» gewesen sein soll, das höre ich zum ersten Mal. War er nicht, bevor er im Ranft zum Heiligen wurde und heute auch noch als Heiliger, ein grosses Vorbild als treuer Familienvater, Bauer, Eidgenosse, Politiker, Richter und Friedensratgeber? Das Wort kauzig trifft also so gar nicht auf den hl. Bruder Klaus zu. Also total daneben! Und der ehemals «katholische» Sektenexperte Hugo Stamm weiss nicht einmal, wer der Heilige Bruder Klaus ist?

Im zweiten Teil des Titels wird es noch dicker: «Blocher und Huonder hast du nicht verdient»! Eine dilettantische Aussage sondergleichen. Wie soll das gehen bei einem Heiligen? Hat irgendjemand sein Leben, seine Eltern verdient? Oder will Hugo Stamm sagen, dass Altbundesrat Christoph Blocher und Bischof Vitus Huonder nicht würdig wären, als Festredner zur 600-Jahr-Feier des hl. Bruder Klaus aufzutreten? Ja, wer denn, wenn nicht diese?

Dann wären weiter die Stichworte «Milliardär» und «Fundamentalist» im Untertitel – oder was immer das sein mag.

Milliardär Christoph Blocher und Fundamentalist Vitus Huonder feiern den besitzlosen und weitsichtigen Bruder Klaus. Mehr Gegensatz geht nicht.

Analytisch betrachtet, entsteht der linksgerichtete Gegensatz künstlich durch die willkürliche Wortwahl von «Milliardär», «Fundamentalist», «feiern», «besitzlos» und «weitsichtig», kombiniert mit den entsprechenden Persönlichkeiten, die von Linken kaum geachtet werden, damit es unweigerlich zum «Gegensatz» kommen muss. Einfach primitiv und dilettantisch konstruiert und für uns kaum zu übersehen! Wir Schweizer können doch froh sein, dass wir so gute Steuerzahler und gleichzeitig Persönlichkeiten haben, denen die Schweiz ähnlich am Herzen liegt, wie damals und heute dem hl. Bruder Klaus. Insofern ist unser Landespatron, der ja auch vermögend war, ein echtes Vorbild für unseren ehrwürdigen Altbundesrat. Und jetzt zum Begriff «Fundamentalist»: Worte wie «konservativ», «populistisch», und «fundamentalistisch» wirken ziemlich abgedroschen und haben im Sinne der Logik (Baustein der Philosophie) relativ viel Begriffsumfang, aber leider selten einen wahrhaften Begriffsinhalt. Jeder dieser Begriffe kann zu Manipulationszwecken willkürlich (beliebig) von Sophisten mit Inhalt gefüllt werden, wobei zu sagen ist, dass diese früher durchaus positiv belegt waren. Aber sie sind von Links zu einer inflationären Knetmasse geworden, dass die Menschen, die diesen Linken folgen, bald nicht mehr wissen, woher sie kommen, wer sie sind und wohin sie gehen. Daraus entstehende politische und juristische Streitereien und Rechthabereien sind zur Völkerplage (Krieg) geworden, die den echten und wahrhaften Wissenschaften den richtigen und gesunden Weg versperren. Was soll also die Bezeichnung «Fundamentalist» für einen Schweizer Bischof, der objektiv das Richtige tut? Objektiv? Oh, vielleicht muss ich auf linken Wissens- und Erkenntnisstand Rücksicht nehmen, wenn ich von objektiv rede? Der hl. Thomas von Aquin sagt dazu ganz einfach: Wenn jemand sagt, es gebe keine objektive Wahrheit, dann solle man sagen, dass zumindest das objektiv wahr sei, dass es keine objektive Wahrheit gebe. Viele Menschen nehmen sich beim Leugnen der objektiven Wahrheit selbst gefangen, gefangen in der eigenen Logik der Leugnung (vgl. Vater der Lüge). Sie sind nicht mehr frei!

Und nun zur nächsten grauenhaften Falschheit:

Vor 600 Jahren hatte er die Nase voll. So gestrichen voll, dass er seiner Frau Dorothea und den zehn Kindern verkündete, sie zu verlassen. Knall auf Fall.

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Drei Tafeln mit Visionen des hl. Bruder Klaus (Ranft 17.06.2011)

Hallo? Der hl. Bruder Klaus soll die Nase voll, ja sogar gestrichen voll gehabt haben? Aber Herr Stamm, bei aller Nächstenliebe oder eher Feindesliebe, die ich noch für Sie aufbringen kann, wie soll denn das gehen? Auf welchem Niveau sind Sie da gelandet? Wussten Sie denn nicht (mehr), dass die Liebe Gottes stärker ist als der Tod? Und stärker als der Tod heisst, dass die Liebe Gottes ganz schön stark ist, deren Stärke viele gar nicht kennen, sonst könnten sie das wohl nicht sagen. Aber seine Frau Dorothea und seine zehn Kinder, wobei das Jüngste noch ein Baby war, haben das lange vorher gewusst, sicherlich nicht „Knall auf Fall“, wie Hugo Stamm das hier so angeberisch und journalistisch-pathetisch verlautbarte. Das ist doch Schwachsinn, das hätte der hl. Bruder Klaus nie gemacht, der nächtelang vorher schon (durch-)gebetet hat. Und der Ranft (Kapelle mit Zelle) ist kaum mehr als 100 m vom Wohnhaus entfernt. Ich bin überzeugt, dass Hugo Stamm den hl. Bruder Klaus, wie er voll von Liebe Gottes ist, nicht kennt und ihn nie danach gefragt hat, wie das damals war!

Der gute Obwaldner Niklaus von Flüe fühlte sich zu Höherem berufen. Dieses Höhere lag hoch über ihm – im wörtlichen Sinn. Im Himmel nämlich. Diesem wollte er näher kommen, oder zumindest seinen Bewohnern. Konkret natürlich: Gott.

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Täfelchen mit einen Wort Gottes am Wegrand in den Ranft hinunter

Der Himmel, den der hl. Bruder Klaus suchte, ist weder oben noch unten, weder rechts noch links. Der Himmel ist gemäss katholischer Lehre eine neue Seinsweise. Und jeder Mensch ist zu diesem Höheren berufen, nicht nur Niklaus von Flüe. Aber auf dem Weg in den Ranft hinunter sind beispielsweise einige Tafeln, auf denen die Worte Gottes stehen, die den hl. Bruder Klaus besonders geprägt haben, weil er sie glaubte und befolgte. Das ist das Entscheidende, dass auf diesen Tafeln Worte Gottes, Worte ewigen Lebens drauf stehen, die es zu befolgen gilt! Gottesliebe, Nächstenliebe und Himmel sind dann nur die logische Konsequenz für jeden Menschen, der an Christus glaubt, weil Gott treu ist und er immer die Wahrheit ist und bleibt. Und gerade eben – welch wunderbare Fügung – habe ich in kath.net die Predigt von unserem ehrwürdigen Schweizer Kurt Kardinal Koch zum Hochfest Maria Himmelfahrt (15. August) gelesen, mit dem Titel: «Gott ist für Maria Himmel geworden». Wäre das nicht auch eine wunderbar schöne und analoge Aussage für den hl. Bruder Klaus?

Heute ist Bruder Klaus ein Heiliger und Held. Eigentlich gebühren diese Attribute aber eher seiner Frau Dorothea.

Das ist ein klassischer Trugschluss wie er auch im Feminismus praktiziert wird. Passt auch gut ins heutige Zeitalter der Irrtümer wie Relativismus und Genderismus, aber sicher nicht in die Zeit vor 600 Jahren. Die Behauptung, die Kirche Jesu Christi, zu der sich die röm.-kath. Kirche mit Papsttum bekennt, habe sich beim Heiligsprechungsprozess in der Person geirrt, also Dorothea mit Bruder Klaus bei der Heiligsprechung verwechselt, wäre jetzt noch der Gipfel der Häresie. Wer kann solche Aussagen nur schon antönen geschweige denn machen? Früher hätte man gefragt: Ist der nicht von allen guten Geistern verlassen? Heute braucht man das nicht einmal mehr zu fragen , weil … (siehe Schlagwort oder in der Linkothek unter Kategorie „Unterscheidung der Geister“).

Sein Motto: «Näher mein Gott zu dir», wie es im bekannten Choral heisst. Heuen, melken und das Aufziehen von Kindern war seinem Lebensprojekt nicht mehr förderlich. Er wollte sein Leben Gott weihen, sich in den Flüeli-Ranft zurückziehen und beten. Viel beten. Und mit der Askese das Leiden Christi nachempfinden.

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Marienkapelle im Ranft, wo einst die hl. Gottesmutter Maria erschienen ist

Dieses Motto kenne ich gar nicht. In welchem Choral? So viel ich weiss, war sein Motto: «Fried ist allweg in Gott.» Also wollte er in Gott sein, nicht nur sein Leben weihen. Und sein berühmtes Gebet, dass z.T. bis heute in unseren christlichen und allgemeinen Alltag eingeflossen ist, lautet folgendermassen:

  • Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir.
  • Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zur Dir.
  • Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir.
  • Amen.
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Gedenkstein in Flüeli-Ranft: Der hl. Papst Johannes Paul II. besucht Bruder Klaus am 14. Juni 1984

Nun zum nächsten Schwachsinn:

Seine Frau hatte kein Stimmrecht. Seine Kinder schon gar nicht. Dorothea stand plötzlich allein da mit dem Hof und der Kinderschar. Ihr Klaus trug nichts mehr zum Überleben seiner Familie bei.

Das ist dummes Geschwätz und könnte eine ganz und gar feministische Erfindung sein. Sie widerspricht jeglicher Überlieferung. Erstens hat der hl. Bruder Klaus, der von Kind an viele Visionen hatte, lange mit Gott und mit seiner Frau um das Placet gerungen. Schliesslich bekam er von Dorothea auch ihr ganz und gar freiwilliges Placet. Zweitens waren seine Kinder z.T. erwachsen und führten Haus und Hof weiter, denn Niklaus von Flüe war vermögend. Seine Familie konnte sich in den 20 Jahren, wo er im Ranft war und sich nur von hl. Kommunion (er)nährte (Wunder ist erwiesen), gut selbst versorgen und zudem war er wie bereits gesagt nicht weit weg vom Haus und jederzeit erreichbar. Somit musste er gar nichts mehr zum Überleben der Familie beitragen. Der allmächtige und liebende Gott sorgt für uns alle und sorgte auch für seine Familie und indem er im  Sakrament der Ehe wirksam war! Der Herr, dem der hl. Bruder Klaus folgte, lässt die Seinen nicht zugrunde gehen. Dieses Angstgezeter kennen nur die Gottlosen, müssen sie auch, wenn sie schon nicht an den wunderbaren Schöpfer glauben wollen, der sogar mit der Vernunft erkennbar wäre und der alles so wunderbar und auch herrlich gemacht hat (siehe Landeshymne). …
⇒ Änderungen inkl. Fortsetzung vorbehalten.

Weitere Hinweise und Quellen