Schlagwort-Archive: Dialog

Ein Dialog, der etwas anderes ist als ein Streitgespräch oder ein unmittelbarer einseitiger Bekehrungsversuch, setzt voraus, daß beide Teile voraussetzen und anstreben, etwas vom anderen lernen zu können. Diese Voraussetzung kann auch ein Christ und ein Katholik machen, wenn er einen Dialog mit Andersdenkenden, selbst mit Atheisten, aufnimmt (wie ihn das II. Vatikanum vielfach gefordert hat: Kirche/Welt 21 40 43 92; RelFr. 3; Miss. 16 41 u.ö.). Dieses Empfangenkönnen vom anderen ist nicht nur dadurch gegeben, daß der Dialog eine bessere Information über Haltung, Lehre und Praxis des Dialogpartners liefern, dadurch zur Entdämonisierung eines „Gegners“ und so zur Humanisierung der Gesellschaft beitragen kann. Das Empfangenkönnen ist auch dadurch gegeben, daß der Dialogpartner oft Erfahrungen und Impulse für eine humanere Gestaltung der Welt, für eine individuelle Weltbewältigung (Meditationspraxis u.a.) usw. hat, die der Christ in der gleichen Aktualität und Deutlichkeit nicht hat und die er theologisch, wo sie wirklich human sind, auf Gottes Gnade zurückführen muß. Angesichts der gegenseitigen Verschränkung von Theorie und Praxis ist ein Dialog auch dann sinnvoll, wenn zunächst „nur“ eine Orthopraxie des Handelns angezielt wird und eine Einigung über Wahrheit(smomente) im theoretischen Sinn noch nicht möglich ist. Auch der katholische Christ ist nicht einfach im „Besitz“ der Wahrheit, sondern hat die ihm zugesagte Wahrheit im geschichtlichen und dialogischen Prozeß der Wahrheitsfindung immer neu zu lernen. Die konkreten Nöte der Welt und die gemeinsamen menschlichen Werte verlangen, daß der Dialog von Christen mit Andersdenkenden zur Zusammenarbeit übergeht (II. Vatikanum Kirche/Welt 21 90; Miss. 11 41 u.ö.). kthW

Portale der Wahrheit und des Glaubens

Papstbotschaft zum Medien- und Gedenktag des hl. Franz von Sales

Bild: www.katholisches.infoWie alle Formen der Kommunikation finde auch in den sozialen Netzwerken im Internet Gemeinschaftsbildung statt, so die Botschaft zum Welttag der Medien, den die Kirche jeweils am 24. Januar, am Gedenktag des hl. Franz von Sales, begeht. Es gehe nicht nur um den Austausch von Information, sondern letztlich um Selbstmitteilung. Damit dies gelingen könne, nennt der Papst vier Kriterien: Respekt, Rücksicht auf die Privatsphäre, Verantwortlichkeit und das Bemühen um die Wahrheit. Der Papst spart aber auch nicht mit Kritik, er benennt besonders zwei Punkte: Zum einen verdränge Beliebtheit die Bedeutung. Damit beschreibt er das Phänomen, dass im Internet Klickzahlen mehr zählen als Inhalte. Und zweitens bedauert er, dass diese Beliebtheit mehr mit „Strategien der Überredung“, also mit Werbung und Konsum, zu tun hätte als mit Logik und Vernunft.

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Glaube an Gott ist göttliche Gnade und die menschliche Antwort – beides ein Dialog der Liebe

14. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

Em. Papst Benedikt XVI.
Benedikt XVI. Anno domini 2005

An Gott glauben heißt mit ihm verbunden sein. Das sagte der Papst an diesem Mittwoch, 23. Januar 2013 bei der Generalaudienz im Vatikan. Er begann eine neue Katechese-Reihe im Rahmen des „Jahres des Glaubens“: diesmal geht es um das Glaubensbekenntnis. „Es setzt mit dem bedeutsamen Satz ein: „Ich glaube an Gott.“ Was heißt das? An Gott glauben heißt mit ihm verbunden sein, seine Offenbarung annehmen und mit Freude seinem Wort gehorchen und den Weg gehen, den es zeigt. Der Glaube ist ein personaler Akt. Gott kommt dem Menschen entgegen, der auf den Anruf antwortet. So ist der Glaube zugleich Geschenk und Aufgabe, göttliche Gnade und menschliche Antwort, ein Dialog der Liebe, in dem Gott zu den Menschen wie zu Freunden redet.“

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Zu Fuss nach Jerusalem – Mein Pilgerweg für Dialog und Frieden

Pilgerweg von Jesuitenpater Dr. Rutishauser für Dialog und Frieden

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Rutishauser
P. Dr. Christian Rutishauser SJ

Sie waren sieben Monate lang unterwegs , und zwar zu Fuß, der Jesuitenpater Christian Rutishauser und seine Begleiter. Er ist studierter Judaist, leitete damals das Studienprogramm im Bildungshaus Bad Schönbrunn in der Schweiz. Er beschäftigte sich mit christlicher Spiritualität und dem Dialog vor allem mit den Ostkirchen, daneben betrieb er ein Studienprogramm in diesen Fächern in Zusammenarbeit mit der Universität Fribourg. Dieses Leben wurde für rund sieben Monate unterbrochen, denn Pater Rutishauser ging auf Pilgerschaft. Heute ist Pater Rutishauser Schweizer Provinzial des Jesuitenordens.

Beginnend in der Schweiz, in Bad Schönbrunn, machte er sich gemeinsam mit drei weiteren Pilgern auf den Weg nach Jerusalem. Das Projekt wurde bei Radio Vatikan begleitet . Weihnachten 2011 wollten die Pilger im Heiligen Land ankommen, Pater Rutishauser sagte damals über seine Motivation und den Sinn dieser Pilgerreise: Zu Fuss nach Jerusalem – Mein Pilgerweg für Dialog und Frieden weiterlesen