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Heiligkeit Gottes
heißt in der Schrift die von Gott geoffenbarte und in der Geschichte der Offenbarung erwiesene Eigentümlichkeit seines Wesens, daß er gleichzeitig in heiliger Majestät und Doxa und in übermächtigem Leben unendlich erhaben ist gegenüber allem, was nicht Gott ist, und sich in erbarmender Liebe zum Menschen neigt, um ihn unter Vergebung seiner Schuld hineinzuversetzen in seinen Eigentumsbereich des Heiligen. Beide Grundzüge der altestamentlichen Gottesoffenbarung bewahrt das Neue Testament, indem es ihn gleichzeitig als den Vater Jesu und in ihm auch als unseren Vater zeigt und als den Herrn eines unbegreiflichen und furchtbaren Willens bekennt, der im unzugänglichen Lichte thront. Die dogmatische Theologie betont in der Gotteslehre vor allem den Aspekt majestätischer Erhabenheit in der Heiligkeit Gottes (DS 3001 u.ö., NR 315 u.ö.), seine objektive Heiligkeit, die die Anbetung von Seiten des Geschöpfes absolut fordert, und seine subjektive Heiligkeit, in der Gott die letzte und höchste Norm alles Sittlichen ist, so daß er seine eigene Güte notwendig unendlich liebt. kthW

Iuvenescit Ecclesia

Schreiben Iuvenescit Ecclesia der Glaubenskongregation an die Bischöfe

Hier lesen Sie das gesamte Schreiben Iuvenescit Ecclesia an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben im Leben und in der Sendung der Kirche.

Einleitung

Gaben des Heiligen Geistes in der missionarischen Kirche

1.         Die Kirche wird durch die Kraft des Evangeliums verjüngt, und der Geist erneuert, erbaut und leitet sie allezeit „durch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben”1. Immer wieder hat das Zweite Vatikanische Konzil auf das wunderbare Wirken des Heiligen Geistes verwiesen, der das Volk Gottes heiligt, lenkt, mit Kraft erfüllt und mit besonderen Gnaden für seinen Aufbau bereichert. Vielfältig ist die Tätigkeit des göttlichen Beistandes in der Kirche, wie die Väter zu unterstreichen pflegen. Johannes Chrysostomus schreibt: „Welche Gnaden, die unser Heil wirken, werden uns nicht durch den Heiligen Geist gespendet? Durch ihn sind wir von der Sklaverei befreit und zur Freiheit gerufen, sind wir zur Annahme an Kindes Statt geführt und gleichsam neu geschaffen, nachdem wir das schwere und widerwärtige Joch unserer Sünden abgelegt haben. Durch den Heiligen Geist sehen wir Versammlungen von Priestern und haben wir Scharen von Lehrern; dieser Quelle entspringen Gaben der Offenbarung, Gnaden der Heilung und alle anderen Charismen, die die Kirche Gottes schmücken“2. Iuvenescit Ecclesia weiterlesen

Christus selbst stellt sich in die Reihe der Sünder und lässt sich taufen

1. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetJesus ist die reine, kostenfreie und absolute Liebe. Das betonte Papst Franziskus bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz während seiner Generalaudienz.. Er setzte am Mittwoch, 6. April 2016, seine Katechese zum Evangelium der Barmherzigkeit fort. Nachdem er die letzten Male über die Barmherzigkeit Gottes im Alten Testament gesprochen hatte, wollte Franziskus an diesem Mittwoch über die Vollendung Jesu sprechen. „Eine Barmherzigkeit, die er stets zum Ausdruck gebracht, realisiert und kommuniziert hat, in jedem Moment seines irdischen Lebens. Indem er die Menschen traf, das Evangelium verkündete, die Kranken heilte, sich den Letzten annäherte und den Sündern vergab, macht Jesus eine für jeden offene Liebe sichtbar: keinen ausgenommen! Christus selbst stellt sich in die Reihe der Sünder und lässt sich taufen weiterlesen

Als echte Kinder Gottes erben wir auch seine Güte und Barmherzigkeit

Die Taten der göttlichen Barmherzigkeit gelangen in Jesus Christus zur Vollendung

Bild: InternetDas Thema der Barmherzigkeit Gottes durchzieht die ganze Geschichte des Volkes Israel. Das sagte Papst Franziskus am Mittwoch, 27. Januar 2016, bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Mit seiner Barmherzigkeit begleitet der Herr den Weg der Patriarchen, schenkt ihnen Kinder auch wenn sie unfruchtbar sind, führt sie auf den Pfaden der Gnade und Wiederversöhnung, wie die Geschichte von Josef und seinen Brüdern beweist (vgl. Gen 37-50). Ich denke dabei an die vielen Geschwister, die innerhalb unserer Familien getrennt sind und nicht miteinander sprechen. Dieses Jahr der Barmherzigkeit ist eine gute Gelegenheit, um sich wiederzufinden, zu umarmen, zu vergeben und alles Hässliche zu vergessen. Als echte Kinder Gottes erben wir auch seine Güte und Barmherzigkeit weiterlesen

In der Schule geistlicher Meister – der hl. Seraphim von Sarow

Vortragsreihe von Prof. Dr. Michael Schneider SJ

Prof. Dr. Michael Schneider SJ
Michael Schneider (* 24. Juli 1949 in Köln, Deutschland) ist Jesuitenpater und Theologe

Die Vortragsreihe von Prof. Dr. Michael Schneider SJ wurde am 8. Juli, am 10 September und am 16. Oktober 2013 bei Radio Horeb in der Sendung Spiritualität ausgestrahlt. Die MP3-Dateien sind im Podcast von Radio Horeb und die Texte unter www.kath.de/zentrum zum Herunterladen verfügbar (gewesen). Pro Sendung sind also jeweils ein PDF für den Text, als auch eine MP3-Datei verfügbar. Der heilige Seraphim ist ein verschwiegener Heiliger, wie er auch ein Leben lang über sich und sein Leben geschwiegen hat. Weiss er doch, wer im Schweigen bleibt, erhält Milde und Kraft im Gebet. Gewaltig ist die Kraft eines solchen Gebetes, weil es nach seiner Auffassung den Heiligen Geist herabzieht. In der Schule geistlicher Meister – der hl. Seraphim von Sarow weiterlesen

Wenn keine Harmonie ist, Kampf angesagt ist, das ist nicht Kirche – Kirche ist Einheit in Vielfalt

38. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

Bild: L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Johannes Evangelium (vgl. Joh 17,20-23): Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. … So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Liebe Brüder und Schwestern, wir glauben die katholische Kirche. Was meint das Wort „katholisch“ im Glaubensbekenntnis? Es kommt aus dem Griechischen und besagt so viel wie „allgemein“, „allumfassend“.

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Hab keine Angst, dich als Sünder vom Heiligen Geist lieben, reinigen, heiligen und führen zu lassen

37. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

Bild: L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (siehe auch Eph 5,25-27): … Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Wort des lebendigen Gottes. Dank sei Gott. Liebe Brüder und Schwestern, ein weiteres Merkmal der Kirche, das wir auch im Credo bekennen, ist die Heiligkeit. Die Kirche ist heilig, weil sie von Gott kommt, der selbst der Heilige ist, der ihr treu ist und sie nicht verlässt.

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Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes

Aus „De discretione spirituum“ von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)

https://www.libriantichionline.com/seicento/bona_discretione_spirituum_1674
Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes von von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)

Sechs Geister gibt es, die man in drei zusammenfassen kann, in den göttlichen, teuflischen und menschlichen. Der göttliche Geist ist eine innere Anregung der Seele oder eine Eingebung, die von Gott kommt und zur Tugend und Heiligkeit antreibt. Diese göttliche oder innere Anregung oder Einsprechung kann auf verschiedene Art geschehen. Sie kann unmittelbar von Gott kommen oder mittelbar. Mittelbar ist sie, wenn sie uns durch die Engel oder durch fromme Menschen, durch die Stimme des Gewissens, durch gute Beispiele, geistliche Lesung, durch Leiden und Widerwärtigkeiten usw. zukommt. Es wäre eine sehr schlimme und gefährliche Unwissenheit, wenn wir die gute Einsprechung von der bösen nicht unterscheiden könnten. Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes weiterlesen