Schlagwort-Archive: Kirchenlehrer

Kirchenlehrer heißt in der kath. Kirche und Theologie ein Theologe, der die Tradition von alters her bezeugt und bei dem vier Kennzeichen verwirklicht sein müssen: rechtgläubige Lehre, persönliche Heiligkeit, ausgezeichnete wissenschaftliche Leistung und ausdrückliche Anerkennung durch die Kirche. In der theologischen Argumentation gehören die Zeugnisse der Kirchenlehrer nicht zu denen der Kirchenväter, da sie nicht notwendig aus der Zeit der Patristik stammen und nicht wenige dem Mittelalter und der Neuzeit angehören, sondern zu denen der Theologen. In der lateinischen Kirche werden seit dem 8. Jahrhundert vier hervorgehoben: Ambrosius, Hieronymus, Augustinus und Gregor l. Ihre Zahl ist inzwischen auf über 30 angewachsen, unter ihnen durch Paul VI. als erste Frauen Theresia von Avila und Katharina von Siena später auch Theresia von Lisieux und Hildegard von Bingen. Die Ostkirchen verehren seit dem 9. Jahrhundert nur die drei Kirchenlehrer, „drei Hierarchen und ökumenische Lehrer“ genannt, Basileios, Gregor von Nazianz u. Johannes Chrysostomos. (kthW)

Liebe, und dann tue, was du willst – Ama et fac quod vis

Dem heiligen Augustinus in die Feder geschrieben von Pater Jordan Fenzl

Bild: amazon.deAm 28. August feiert die katholische Kirche den Tag des heiligen Augustinus, des Kirchenlehrers. Zu seiner Verehrung bringen wir (Radio Vatikan) eine Predigt in Text und Ton, die zu Pfingsten im Jahr 2007 von Radio Vatikan in Rahmen der Sendereihe „Betrachtung zum Sonntag“ am 26. Mai 2007 ausgestrahlt wurde. Der Beitrag hiess damals „Augustinus in die Feder geschrieben“ und stammt von Pater Jordan Fenzl OSA, der damals Regionalvikar und Prior der Augustiner in Wien war. Mit Hilfe der Audio-MP3-Datei können Sie den folgenden Vortrag auch nach- oder mithören (siehe unten Quellenangabe):

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Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes

Aus „De discretione spirituum“ von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)

https://www.libriantichionline.com/seicento/bona_discretione_spirituum_1674
Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes von von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)

Sechs Geister gibt es, die man in drei zusammenfassen kann, in den göttlichen, teuflischen und menschlichen. Der göttliche Geist ist eine innere Anregung der Seele oder eine Eingebung, die von Gott kommt und zur Tugend und Heiligkeit antreibt. Diese göttliche oder innere Anregung oder Einsprechung kann auf verschiedene Art geschehen. Sie kann unmittelbar von Gott kommen oder mittelbar. Mittelbar ist sie, wenn sie uns durch die Engel oder durch fromme Menschen, durch die Stimme des Gewissens, durch gute Beispiele, geistliche Lesung, durch Leiden und Widerwärtigkeiten usw. zukommt. Es wäre eine sehr schlimme und gefährliche Unwissenheit, wenn wir die gute Einsprechung von der bösen nicht unterscheiden könnten. Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes weiterlesen

Ehrenkodex für Journalisten

Der hl. Franz von Sales – Schutzpatron der Journalisten

Bild: www.katholisches.infoAlle Jahre wieder, um den 24. Januar herum, werden in vielen Diözesen der Welt die Journalisten zu einer gemeinsamen Messfeier und anschließenden Gemeinschaftsfeier zu Ehren ihres Schutzpatrons Franz von Sales eingeladen. Auch im Radio Vatikan ist das so. Dem Beruf des Journalisten wird heute im Zeitalter der Massenkommunikation und der neuen aufstrebenden virtuellen Medienkultur immer mehr Bedeutung beigemessen.  Dem entsprechend werden auch die Anforderungen an diesen Berufszweig immer größer, der Konkurrenzkampf wird immer heftiger, die Technologien werden immer anspruchsvoller.  Ehrenkodex für Journalisten weiterlesen