Schlagwort-Archive: Zölibat (Jungfräulichkeit)

meint hier weder das sexuelle Unberührtsein (so daß ein Mensch seine Zeugungskraft noch nie in seinem Leben freiwillig aktualisierte) noch das bloße Unverheiratetsein, sondern den verwirklichten Entschluß, sich für dauernd geschlechtlich zu enthalten „um der Basileia willen“ (Mt 19, 10ff). Diese Jungfräulichkeit gibt es in der Kirche als einen evangelischen Rat und, daraus entsprungen, als eigene Lebensform. In ihrem christlichen Wesen kann diese Jungfräulichkeit nicht aus einer rein natürlichen Ethik erklärt werden. Sexuelle Enthaltsamkeit an sich ist kein sittlicher Wert; sie ist letztlich auch nicht zu begründen als aktives Ankämpfen gegen die Begierde. Vor Jesus Christus gab es sie nicht, sondern sie wird im NT eindeutig erst aus der mit dem Erscheinen Christi gegebenen Heilssituation abgeleitet. Da diese Entsagung ein tugendliches Verhalten auf die christliche Vollkommenheit hin ist, das seine letzte Seinsbestimmung von der Liebe her erhält, müssen der letzte Sinn und die Gültigkeit der Jungfräulichkeit von der Liebe her bestimmt werden. Darum muß auch der Verzicht auf positive Werte und Güter (wie sie das personale eheliche Leben darstellt) den Ausdruck der Liebe an sich tragen. Dies geschieht, wenn der Entsagungscharakter als solcher eine Funktion der Repräsentation für die glaubend in Hoffnung ausgreifende Liebe hat. Daß man die Jungfräulichkeit als Ausdruck der Existenzverlagerung aus dieser Welt hinaus ergreifen darf, ist nur durch einen positiven Anruf Gottes (Berufung) erklärbar; von da aus ist der Zusammenhang der Jungfräulichkeit mit dem Tod im allgemeinen und mit dem Tod Jesu ohne weiteres einsichtig, aber auch der Wille Gottes, daß die Kirche die eschatologische Transzendenz der Liebe, die ihr inneres Leben ausmacht, greifbar zur Erscheinung bringe. Dies geschieht sakramental in den Sakramenten, existentiell in der Entsagung. Evangelische Räte sind ein unaufgebbares Wesensmoment an der Gestalt der Kirche, insofern diese greifbar das darstellen und zur Erscheinung bringen muß, was sie innerlich lebt: die göttliche Liebe, die die Welt eschatologisch transzendiert (darum die kirchliche Lehre über die Jungfräulichkeit: DS 1810 391 ff, NR 744). Daraus folgt aber auch, daß die konkrete Darlebung der Jungfräulichkeit so gestaltet werden muß, daß sie diese Anzeigenfunktion in dem jeweiligen konkreten geschichtlichen Milieu, in dem sie gelebt wird, auch wirklich deutlich ausüben kann. Die lat. Kirche legt ihren Priestern die Jungfräulichkeit als Lebensform auf und entläßt sie (obgleich sie könnte) lebenslänglich nicht mehr aus dieser Verpflichtung. Dies erfordert die innere Erfüllung des äußeren Zeichens, damit die Zeichenfunktion nicht durch Herrschsucht, Prüderie und Lebensmißmut pervertiert werde, es erfordert aber auch die nüchterne Einsicht, daß es die größere Pflicht (göttlichen Rechtes) der Kirche ist, das Ihre zu tun, um zahlenmäßig genug Priester zu finden. kthW

Linke Meinungsmacher wollen wohl noch unseren geistigen Tod

Falschheiten zur «600 Jahr Feier» des hl. Bruder Klaus wegen Blocher und Huonder

Bild: Louis A. Venetz https://ifittest.ch
Gesicht vom hl. Bruder Klaus

Auf dem Sektenblog von Hugo Stamm wurde am 12. August 2017 anlässlich der 600-Jahr-Feier des hl. Niklaus von Flüe, alias Bruder Klaus, ein irreführender Beitrag veröffentlicht. Linksgerichtete Irrtümer kennen wir schon seit den Anfängen des Kommunismus und würden unter normalen Umständen keine separate Beachtung in einem Portal der Wahrheit und des Glaubens finden, wäre da nicht diese unheimliche Falschheit gegenüber dem hl. Bruder Klaus offenkundig geworden, die viele Menschen weltweit, nicht nur Christen, in ihrem Glauben provozieren. Denn so viel konzentrierte Falschheit habe ich in diesem Zusammenhang mit dem hl. Bruder Klaus noch nie gesehen. Lassen Sie mich die Falschheiten etwas aufklären.  Linke Meinungsmacher wollen wohl noch unseren geistigen Tod weiterlesen

Mission und Sendung besteht in der Anziehungskraft Christi

21. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 5. Oktober 2016, wurde diesmal eine Lesung aus dem Johannesevangelium (siehe unten Joh 14,27-29) vorgetragen.  Am letzten Wochenende habe ich die apostolische Reise nach Georgien und Aserbaidschan vollzogen. Ich danke dem Herrn, der mir das erlaubt hat und ich erneuere den Ausdruck der Anerkennung der zivilen Autoritäten und den religiösen Führern von diesen beiden Ländern, besonders an den Patriarch von ganz Georgien, Ilia II., sein Zeugnis hat mir sehr gut getan im Herzen, und dem Scheich, dem Muselman vom Kaukasus. Ein brüderlicher Dank an die Bischöfe, die Priester, die Ordensleute und all Gläubigen, die mich ihre Zuneigung haben spüren lassen. Diese Reise war eine Art Fortführung und Ergänzung von jener Reise nach Armenien im Juni. Auf diese Art habe ich Gott sei Dank den Plan verwirklichen können, alle drei Länder des Kaukasus zu besuchen, um die katholische Kirche dort zu stärken, die dort lebt und den Weg jener Völker zu ermutigen Richtung Frieden und Brüderlichkeit. Mission und Sendung besteht in der Anziehungskraft Christi weiterlesen

Bekehrung ist immer Entdeckung der Barmherzigkeit Gottes

18. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 14. September 2016, wurde wieder eine Lesung aus dem Matthäusevangelium (siehe unten Mt 11,28-30) vorgetragen. Während dieses Jubiläums haben wir oft über die Tatsache nachgedacht, dass Jesus sich mit einer einzigartigen Zärtlichkeit ausdrückt: Ein Zeichen der Gegenwart und der Güte Gottes. Heute wollen wir uns mit einem Evangelium befassen, das uns sehr bewegt. Das, was wir gerade gehört haben, als Jesus gesagt hat: „Kommt alle zu mir, alle, die ihr müde seid und euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Die Einladung des Herrn ist überraschend. Er ruft gerade die Personen auf, die einfach sind, die ein schwieriges Leben haben, die dadurch beschwert sind, irgendwie. Und er verspricht ihnen, dass sie in ihm Ruhe und Erleichterung finden werden. Die Einladung, die er ausdrückt, ist im Imperativ ausgedrückt: „Kommt zu mir“, „Nehmt mein Joch“ und „Lernt von mir“. Vielleicht alle Führer der Welt können so etwas sagen. Versuchen wir den Sinn dieser Ausdrucksart zu verstehen. Bekehrung ist immer Entdeckung der Barmherzigkeit Gottes weiterlesen

Seien wir dem barmherzigen Handeln Gottes kein Hindernis

17. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 7. September 2016, wurde wieder eine Lesung aus dem Matthäusevangelium (siehe unten Mt 11,2-6) vorgetragen. Die Intention des Evangelisten ist es, dass wir tiefer in das Geheimnis Jesu eintreten, um seine Güte und seine Barmherzigkeit zu erfassen. Dies ist die Szene: Johannes der Täufer, der im Gefängnis war, sendet seine Jünger zu Jesus, um ihm eine klare Frage zu stellen: „Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf jemand andern warten?“ Er war wirklich in einem Moment der Dunkelheit. Der Täufer hatte mit Sehnsucht den Messias erwartet und in seiner Predigt hat er ihn mit einem starken Anstrich als Richter gemalt,  der letztendlich das Reich Gottes aufbaut, das Volk reinigt, die Guten belohnt und die Bösen bestraft. So hat er auch dann gepredigt: „Schon ist die Axt an die Wurzeln der Bäume gelegt. Jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Jetzt aber hat Jesus seine öffentliche Mission mit einem ganz andern Stil begonnen. Johannes leidet. Er ist in einer doppelten Dunkelheit, in einer Dunkelheit des Gefängnisses, der Zelle, und in einer Dunkelheit des Herzens. Er versteht diesen Stil nicht. Seien wir dem barmherzigen Handeln Gottes kein Hindernis weiterlesen

Jesus würdigt Menschen, die für die Gesellschaft Müll sind, und heilt sie

16. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetIn der heutigen Lesung aus dem Matthäusevangelium (Mt 9,20-22) zur Katechese bei der Generalaudienz vom Mittwoch, 31. August 2016, wird uns eine Figur gezeigt, die heraussticht durch ihren Glauben und ihren Mut. Es handelt sich um die Frau, die Jesus von ihrem Blutfluss geheilt hat. Sie kommt aus der Menge des Volkes und nähert sich Jesus von hinten her, um seinen Mantelsaum zu berühren. „Denn“, sagte sie zu sich selbst, „wenn es mir nur gelingt, den Saum seines Mantels zu berühren,  dann werde ich geheilt.“ Wie viel Glaube hatte diese Frau? Jesus würdigt Menschen, die für die Gesellschaft Müll sind, und heilt sie weiterlesen

Unsere Aufgabe ist es, dem Leben und der Gemeinschaft zu dienen

15. Katechese zur Barmherzigkeit im Licht des Neuen Testaments von Papst Franziskus

Bild: InternetDas Thema der Katechese von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am Mittwoch, 17. August 2016, war die Lesung über die wunderbare Vermehrung der fünf Brote und zwei Fische aus dem Matthäusevangelium (Mt 14,15-20). Als Jesus die Massen sah, die ihm ständig folgten, bekommt er Mitleid. Dies zeige, sagte Papst Franziskus, dass er kein kaltes Herz habe. Das Mitgefühl Jesu sei aber auch kein vages Gefühl, sondern zeige die ganze Kraft seines Willens, uns nahe zu sein und uns zu retten. Durch die Brotvermehrung habe Jesus den Jüngern gezeigt, dass die wenigen Brote und Fische, die sie hatten, mit der Kraft des Glaubens und des Gebetes, unter allen diesen Menschen verteilt werden könnten. Jesus komme also den Bedürfnissen der Menschen entgegen, aber wolle auch, dass jeder von uns konkret an seinem Mitfühlen teilhabe. Unsere Aufgabe ist es, dem Leben und der Gemeinschaft zu dienen weiterlesen